Es gibt wenige Automarken, die so sehr für britische Eleganz und sportlichen Kult stehen wie Aston Martin. Wer sich für einen Aston Martin interessiert, hat meist eine Reihe konkreter Fragen: Was kostet ein Modell wirklich? Wem gehört die Marke heute? Und wie steht sie im Vergleich zu Ferrari da? Dieser Artikel liefert Antworten – von der königlichen Verbindung bis zu den Kosten im Alltag.

Gründungsjahr: 1913 · Hauptsitz: Gaydon, England · Jährliche Produktion: ca. 6.000 Fahrzeuge · Beliebtestes Modell: DB11 · Höchstgeschwindigkeit (DB12): ca. 340 km/h · Preisspanne (Neuwagen): 140.000 – 3.000.000 €

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Die Marke setzt weiter auf Verbrenner, plant aber den Einstieg in die Elektromobilität – erste vollelektrische Modelle werden ab 2025 erwartet (Top Gear (britisches Automagazin))

Sechs Fakten im Überblick – von der Gründung bis zum berühmtesten Modell.

Kategorie Wert
Gründung 1913 (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
Hauptsitz Gaydon, England (Aston Martin (offizielle Markenseite))
CEO Amedeo Felisa (Aston Martin (Unternehmensführung))
Motoren V8, V12 (Car and Driver (US-Automagazin))
Produktion pro Jahr ca. 6.000 (Boerse Online (Börsenportal))
Berühmtestes Modell DB5 (Wikipedia (freie Enzyklopädie))

Wie viel kosten Aston Martins?

Preisspanne der aktuellen Modelle

  • Der Einstieg in die Welt von Aston Martin beginnt beim Vantage mit einem Neupreis von rund 140.000 € (Aston Martin (Modellseite)).
  • Das Topmodell Valkyrie kostet über 3 Millionen Euro und ist eines der teuersten Serienfahrzeuge der Welt (Motor1 (Automobilportal)).
  • Dazwischen liegen Modelle wie der DB11 oder der neue DB12, die je nach Ausstattung zwischen 200.000 € und 350.000 € kosten.

Gebrauchtwagenpreise

  • Ein gebrauchter Aston Martin DB9 ist bereits ab rund 40.000 GBP (ca. 46.000 €) zu haben – das entspricht etwa 25 % des Neupreises eines Ferrari (YouTube (Kostenvergleich Aston vs. Ferrari)).
  • Ältere Modelle wie der V8 Vantage (2005–2017) starten bei etwa 30.000 €, erfordern aber häufig hohe Instandsetzungskosten.

Wartungskosten

Das Fazit

Die laufenden Kosten eines Aston Martin sind zwar hoch, aber im Vergleich zu Ferrari spürbar niedriger. Käufer mit einem Budget von 6.000 bis 8.000 € jährlich für Wartung und Versicherung sollten gut aufgestellt sein.

Das Muster: Aston Martin lockt mit niedrigeren Einstiegspreisen, verlangt aber regelmäßige Investitionen in die Wartung.

Wem gehört Aston Martin?

Aktuelle Eigentümer: Konsortium um Lawrence Stroll

  • Seit 2020 gehört Aston Martin Lagonda zu einem Konsortium unter Führung des kanadischen Milliardärs Lawrence Stroll (Reuters (globale Nachrichtenagentur)).
  • Mercedes-Benz hält derzeit einen Anteil von rund 20 % an der Marke (Autocar (britisches Automagazin)).
  • Stroll selbst besitzt über sein Konsortium rund 25 % der Anteile und hat maßgeblich die Finanzierung für das Werk in Gaydon gesichert.

Frühere Besitzer: Ford, italienische Investoren

  • Von 1994 bis 2007 war Aston Martin Teil der Ford Motor Company (Wikipedia (freie Enzyklopädie)).
  • Anschließend übernahm ein Konsortium um den italienischen Unternehmer David Richards, später stiegen Investoren aus dem Nahen Osten ein.
Der Unterschied

Während Ferrari komplett in italienischer Hand (Exor N.V.) ist, bleibt Aston Martin ein Spielball internationaler Kapitalgeber – das macht die Marke anfällig für schnelle Strategiewechsel.

Der Besitzerwechsel zu Stroll brachte Aston Martin die dringend benötigte finanzielle Stabilität – zumindest vorerst.

Was ist besser, Ferrari oder Aston Martin?

Leistung und Fahrerlebnis

  • Ferrari setzt auf extreme Rennsport-DNA: Die Motoren drehen höher, die Beschleunigung ist brutaler (Car and Driver (US-Automagazin)).
  • Aston Martin bietet eine entspanntere Grand-Tourer-Charakteristik: komfortabel, souverän, aber dennoch sportlich.

Alltagstauglichkeit

  • Aston Martin gilt als der bessere Daily Driver: weicher gefedert, leiser im Innenraum, alltagstauglicher Kofferraum (Top Gear (britisches Automagazin)).
  • Ferraris sind härter abgestimmt und für den täglichen Pendelverkehr weniger geeignet.

Design und Prestige

  • Aston Martin steht für britische Eleganz und Understatement, Ferrari für italienische Extrovertiertheit.
  • Beide Marken haben eine treue Fangemeinde, doch Aston Martin genießt besondere Anerkennung durch die Verbindung zum britischen Königshaus.

Welches Auto ist der Ferrari des armen Mannes?

  • Diese Redewendung bezieht sich oft auf den Mazda MX-5 oder den Toyota Supra – also günstige Alternativen mit Fahrspaß. Im Vergleich der beiden Marken selbst ist Aston Martin preislich etwas günstiger als Ferrari, bietet aber keineswegs „arme-Leute“-Qualität.

Vier Modelle, zwei Marken, ein klares Muster.

Kriterium Aston Martin Ferrari
12-Monats-Besitzkosten (V12) ca. 7.530 GBP ca. 10.180 GBP
Jährliche Kfz-Steuer 630 GBP 630 GBP
Minor-Service ca. 600 GBP ca. 1.000 GBP
Major-Service ca. 1.000 GBP ca. 600 GBP
Versicherung (Beispiel F12 vs. DB9) ca. 400 GBP ca. 1.500 GBP
Treibstoffkosten (5.000 Meilen) ca. 1.800 GBP ca. 2.350 GBP

Quelle: YouTube (Kostenvergleich Aston vs. Ferrari)

Fazit: Aston Martin ist nicht der „günstige Ferrari“ – aber die Marke bietet ein eigenständiges, eleganteres Fahrerlebnis zu niedrigeren Betriebskosten. Für Käufer, die Alltagstauglichkeit und Understatement schätzen, ist Aston Martin die klügere Wahl.

Welches Auto benutzt König Charles?

König Charles III. fährt einen Aston Martin DB6 Volante

  • Charles besitzt einen dunkelgrünen DB6 Volante Baujahr 1970, den er selbst in die Hochzeit mit Diana fuhr (BBC (britische Nachrichtenagentur)).
  • Das Fahrzeug wurde auf seinen Wunsch hin auf Bioethanol umgerüstet – ein Statement für nachhaltige Mobilität.

Historische königliche Aston Martins

  • Bereits Queen Elizabeth II. besaß einen Aston Martin DB5 als Geschenk, der heute im königlichen Fuhrpark steht.
  • Die Marke pflegt eine enge Verbindung zum Windsor‑Haus: Bis heute liefert Aston Martin Fahrzeuge für offizielle Anlässe.

„Ich bin sehr stolz, einen Aston Martin zu fahren, der mit Wein und Molke läuft – das ist echte britische Innovation.“

König Charles III. – zitiert nach BBC (britische Nachrichtenagentur)

Die königliche Verbindung ist kein Marketing-Gag: Charles nutzt seinen Aston Martin seit Jahrzehnten – eine Seltenheit unter Monarchen.

Was ist das schönste Auto der Welt?

Aston Martin DB5 als Ikone

  • Der DB5 aus den 1960er Jahren gilt vielen Designkritikern und Autoliebhabern als das schönste Automobil überhaupt (Top Gear (britisches Automagazin)).
  • Seine zeitlosen Proportionen, der lange Vorderbau und die markanten Doppelscheinwerfer prägen das Bild des britischen Sportwagens.

Weitere Kandidaten: Ferrari 250 GTO, Mercedes 300SL

  • Ferrari 250 GTO und Mercedes 300SL Flügeltürer werden ebenfalls häufig genannt – und erzielen auf Auktionen Rekordpreise.
  • Das teuerste je versteigerte Auto ist ein Ferrari 250 GTO, der 2018 für über 48 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselte (Reuters (globale Nachrichtenagentur)).

Das teuerste Auto der Welt: Ferrari 250 GTO oder Rolls-Royce?

  • Der Rekord liegt beim Ferrari 250 GTO. Ein Rolls-Royce Boat Tail soll privat noch teurer gewesen sein, aber öffentlich versteigert wurde kein Fahrzeug teurer.

Das Muster: Schönheit liegt im Auge des Betrachters – der Marktplatz spricht jedoch eine klare Sprache zugunsten von Ferrari.

Welches Auto ist am schwersten zu stehlen?

Moderne Diebstahlsicherung bei Luxusautos

  • Luxusfahrzeuge wie Aston Martin verfügen über mehrstufige elektronische Wegfahrsperren, GPS‑Tracker und Alarmanlagen (Auto Bild (deutsches Automagazin)).
  • Viele Modelle benötigen zur Aktivierung einen codierten Schlüssel, der regelmäßig neu synchronisiert wird.

Aston Martin Sicherheitsfeatures

  • Neue Modelle wie der DB12 sind serienmäßig mit einem GPS‑Ortungssystem ausgestattet, das den Standort in Echtzeit an die Polizei meldet.
  • Aston Martin arbeitet mit Sicherheitsdienstleistern zusammen, um gestohlene Fahrzeuge schnell zu lokalisieren.

Diebstahlraten von Luxusfahrzeugen

  • Statistiken zeigen, dass deutsche Oberklasse‑Limousinen wie BMW 7er oder Mercedes S‑Klasse häufiger gestohlen werden als britische Sportwagen (GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft)).
  • Aston Martins sind aufgrund ihrer geringeren Stückzahlen und speziellen Sicherheitsarchitektur seltener Ziel von Dieben.
Der Trade-off

Mehr Sicherheitstechnik bedeutet höhere Reparaturkosten bei Defekten – ein Aspekt, den Käufer einkalkulieren sollten.

Die Konsequenz: Wer einen Aston Martin fährt, kann ruhiger schlafen – vorausgesetzt, er ist bereit, für die Technik zu zahlen.

Bestätigte Fakten

  • Aston Martin gehört mehrheitlich einem Konsortium um Lawrence Stroll
  • König Charles fährt einen Aston Martin DB6
  • Aston Martin produziert ca. 6.000 Fahrzeuge pro Jahr
  • Die 12-Monats-Besitzkosten liegen deutlich unter denen eines Ferrari V12

Was unklar bleibt

  • Zukünftige Modellpalette unter Elektroantrieb
  • Langfristige Eigentümerstruktur nach Lawrence Stroll
  • Auswirkungen der geplanten Elektromodelle auf den Wiederverkaufswert

„Aston Martin ist die ikonischste britische Luxusmarke. Wir werden ihren Glanz wiederherstellen.“

Lawrence Stroll – zitiert nach Automotive News (Branchenmagazin)

Aston Martin ist kein Ferrari und will es auch nicht sein. Die Marke pflegt ein eigenes Profil: britische Handarbeit, königliche Verbindung und eine entspannte Grand-Tourer-Philosophie. Für deutsche Käufer, die einen exklusiven Sportwagen mit Alltagstauglichkeit suchen, ist Aston Martin eine überzeugende Alternative. Die Entscheidung: entweder die italienische Rennsport-Legende oder den britischen Gentleman – beides hat seinen Preis, aber Aston Martin belohnt mit geringeren Unterhaltskosten und einem Hauch von Königshaus.

Ein Blick auf die aktuellen Aston-Martin-Preise und Modelle in Irland für den irischen Markt zeigt, wie stark die Preisunterschiede innerhalb Europas sein können.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell ist ein Aston Martin?

Der DB12 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 340 km/h, der Vantage etwa 315 km/h. Die genauen Werte variieren je nach Modell.

Ist Aston Martin zuverlässig?

Die Zuverlässigkeit hat sich in den letzten Jahren verbessert, dennoch liegen die Reparaturkosten über dem Durchschnitt. Regelmäßige Wartung ist Pflicht.

Welcher Aston Martin hat James Bond gefahren?

Der bekannteste Bond-Wagen ist der DB5 aus Goldfinger (1964). In späteren Filmen kamen der DBS, DB10 und V12 Vantage zum Einsatz.

Wie viele Aston Martins werden pro Jahr verkauft?

Aston Martin verkauft jährlich rund 6.000 Fahrzeuge (Stand 2023). Die Produktion ist bewusst limitiert.

Was ist der Unterschied zwischen DB11 und DB12?

Der DB12 ist die Weiterentwicklung des DB11 mit mehr Leistung (680 PS), einem überarbeiteten Infotainment und feinerem Fahrwerk.

Hat Aston Martin einen Elektro-Sportwagen?

Bisher nicht, aber erste vollelektrische Modelle sind ab 2025 geplant. Der Rapide E (2019) blieb ein Einzelstück.

Wo kann ich einen Aston Martin kaufen?

Offizielle Händler gibt es in allen größeren deutschen Städten, z. B. München, Berlin, Hamburg und Frankfurt.